Haut - Fell

Ein Hund mit glänzendem und gepflegtem Fell sieht nicht nur schön aus, sondern signalisiert auch seine Gesundheit. Doch was ist, wenn dein Hund ein stumpfes Fell hat? Was sind die Gründe dafür? Und wie kannst du dafür sorgen, dass es deinem vierbeinigen Liebling gut geht? In diesem Artikel zeige ich dir, was die Ursachen für ein stumpfes Fell beim Hund sein können, und mit welchen Hausmitteln du das Fell wieder schön gesund glänzen lassen kannst.

 

Das Hundefell

Eine glatte Oberfläche von Haaren ermöglicht die Entstehung von Glanz durch Lichteinwirkung und -abstrahlung. Fellfarben können recht unterschiedlich Licht reflektieren, sodass schwarze Tiere mehr glänzen als z.B. weiße.

 

Die unterschiedlichen Hunderassen haben auch eine unterschiedliche Fellbeschaffenheit. Im Laufe der letzten Jahrhunderte haben sich die unterschiedlichsten Fellarten entwickelt: Es gibt kurzhaarige, drahthaarige, langhaarige und gelockte Hunde. Es gibt Hunde mit viel oder mit keiner Unterwolle und die verschiedensten Fellstrukturen. Bei den Kurzhaar-Hunden ist meist nicht viel Fellpflege nötig, bei anderen Rassen ist regelmäßige Fellpflege ein Muss. Wenn dein Hund ein stumpfes und sprödes aussehendes Fell hat, dann solltest du unbedingt nach der Ursache suchen.

 

 

 

 

Die Ursachen für ein stumpfes Hundefell

Wenn ein Hund ein stumpfes Fell bekommt, entsteht dies überwiegend schleichend und nicht von heute auf morgen. Wenn du dies bei deinem Hund feststellst, dann heißt es, die Ursache zu suchen. Diese kann vielfältig sein. Die häufigsten Ursachen sind folgende:

  • Nährstoffmängel
  • Allergien
  • Externe Faktoren: Umwelt, Parasiten und Pflege
  • Stress
  • Krankheit
  • Kastration

 

Stumpfes Fell durch Nährstoffmängel

Die häufigste Ursache für ein stumpfes Hundefell liegt in der Hundeernährung. Für eine glatte Haarstruktur muss das Tier optimal mit Aminosäuren, Fettsäuren, Mineralien und Vitaminen versorgt sein. Langhaarige Hunde haben einen höheren Bedarf als kurzhaarige.

 

Fellbooster sind Eigelb, Leber (enthalten viele wertvolle Amino- und Fettsäuren, B-Vitamine und Spurenelemente), Fisch oder Lachs-Öl (tierisches Omega 3-Fett) im Wechsel mit Geflügelfett oder Distelöl (Linolsäure). Fehlende Fettsäuren führen zu trockener und schuppiger Haut und damit auch zu stumpfem Fell.

 

Dem Mehrbedarf von Schwefel wird man während des Fellwachstums am besten mit einer MSM-Kur gerecht. Zink muss ebenfalls supplementiert werden.

 

Tiere beginnen mit der Fellproduktion jeweils nach der Sonnenwende. Ab Januar bzw. Juli sollte man die Fellbildung unterstützen. Mehr Fell wird im Sommer/Herbst gebildet, wenn das Winterfell entsteht. Dann ist auch der Bedarf an den Nährstoffen höher.

 

Wichtig ist auch, dass nicht Schlachtabfälle wie Lunge, Euter, Pansen, Maulfleisch, Schlund etc. Hauptbestandteil des Futters sind, sondern auch aminosäurehaltiges Muskel- und Organfleisch.

 

Unterschiede in der Qualität machen auch den Preis aus. Das gilt für Barf-Mischungen genauso wie für industrielles Nassfutter. Hohe Fütterungsmengen und kleiner Preis sind ein Indiz für wenig qualitative Zutaten. Der Output wird ebenfalls hoch sein.

 

Nicht alle Fellprobleme gehen aber auf Ernährungsfehler zurück. Ist die Fütterung überprüft und finden sich keine Dysbalancen in der Versorgung, muss an Hormon-, Stoffwechsel- oder Organerkrankungen gedacht werden.

 

Stumpfes Fell durch Parasiten oder Allergien

Wenn dein Hund unter Allergien leidet, dann kann die Haut auch reagieren und das Fell stumpf werden. So kann es sein, dass er auf die Stoffe in seinem Körbchen allergisch reagiert oder auf das neue Hundegeschirr. Dem solltest du auf den Grund gehen.

 

Ein weiterer Grund können auch Parasiten sein:

 

Ektoparasiten: Befall der Haut mit Milben, Haarlingen, Flöhen usw. Damit geht oft Juckreiz, Schuppen, Haarausfall, Rötungen und eine Verhaltensänderung des Hundes einher. Kläre dies unbedingt mit deinem Tierarzt ab.

 

Endoparasiten: Befall mit Würmern. Dabei kommt es auch zu Nährstoffmängeln, weil die Parasiten Nährstoffe verbrauchen. Dies lässt sich durch eine Kotuntersuchung feststellen und der Tierarzt wird eine passende Wurmkur verabreichen.

 

Stumpfes Fell durch mangelnde Pflege

Wenn du die Fellpflege deines Hundes vernachlässigst, kann es ebenfalls zu stumpfem Fell und schuppiger Haut kommen. Eine regelmäßige Fellpflege dient nämlich nicht nur der Optik, sondern auch der Gesunderhaltung des Hundes. Mit einer regelmäßigen Pflege des Hundefells werden nicht nur Hautschuppen und Haare entfernt, die Massage fördert auch die Durchblutung der Haut.

Allerdings solltest du auf regelmäßiges Baden verzichten. Denn zu häufiges Baden schadet dem Säureschutzmantel der Haut. So wird sie schnell schuppig und trocken und die Haarstruktur wird geschädigt. Die Faustregel heißt hier: So oft wie nötig und so wenig wie möglich. Sollte wirklich ein Hundebad nötig sein, weil sich dein vierbeiniger Liebling ausgiebig im Schlamm gewälzt hat, dann verwende unbedingt ein rückfettendes Hundeshampoo, welches auf den pH-Wert der Hundehaut abgestimmt ist.

 

Stumpfes Fell durch Stress

Wenn dein Hund Stress hat, aufgrund von Orts- oder Halterwechsel, externer Ferienunterbringung, Umzug oder eines neuen Familienmitglieds, dann kann das Fell auch mal stumpf und schuppig werden.

Hier solltest du deinem Liebling die notwendige Zeit und Ruhe geben, um mit der Umstellung klarzukommen.

 

Stumpfes Fell durch Krankheiten

Viele Organe produzieren auch Hormone. Sind Organe krank, fehlen oft Hormone oder werden vermehrt hergestellt. Beides hat Auswirkungen auf die Haut und das Fell.

 

Fellveränderungen gibt es daher auch bei Nieren- und Lebererkrankungen, Schilddrüsenunterfunktion, bei Hypercortisolismus (Morbus Cushing), aber auch Hypocortisolismus (Morbus Addison) und einigen Erkrankungen mehr.

 

Hier kommt es nicht nur zu stumpfem Fell, Juckreiz oder haarlosen Stellen, sondern zu vielen weiteren Symptomen. Eine ausführliche Anamnese durch eine THP oder GesundheitsberaterIn und ein Besuch beim Tierarzt mit Erstellung eines Blutbildes sind hier notwendig. Gegen Hormone kann man nicht anfüttern. Eine Rationsoptimierung allein hilft hier nicht weiter.

 

Stumpfes Fell durch Kastration

Auch Kastrationen bringen eine hormonelle Veränderung. Hündinnen wie auch Rüden reagieren nach einer Kastration oft mit einer Fellveränderung. Auch hier spielt wieder die Farbe und Struktur des Fells eine Rolle. Langhaarige und braune Hunde neigen besonders dazu. Einige entwickeln sogar wieder ein plüschig, weiches Welpenfell, oder neigen zu stumpfen und struppigem Fell. Dies betrifft auch Hunde mit einem Kastrationschip.

(Text von Heidi Herrmann G&H Tierernährung)

 

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